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Ein Adventskalender liegt auf einem Tisch. eine Hälfte ist der Kalender „Das versteckte Level“, die andere Hälfte „Der kleine Teeladen“.

Escape-Adventskalender 2026 im Vergleich: „Das versteckte Level“ vs. „Der kleine Teeladen“

Wer Escape Rooms und Rätselspiele mag, hat im Dezember auch in diesem Jahr die Qual der Wahl: Etliche Escape-Room-Adventskalender gibt es zu kaufen – darunter natürlich auch die der Platzhirsche am Markt. Ravensburger schickt 2026 den Mystery-Adventskalender „Der kleine Teeladen“ ins Rennen, während Kosmos mit dem EXIT-Adventskalender „Das versteckte Level“ überrascht. Wir haben beide Kalender genau unter die Lupe genommen und getestet – der große (fast spoilerfreie) Vergleich der Giganten Kosmos gegen Ravensburger!


Als ich vor Wochen angefangen habe, nach neuen Escape-Room-Adventskalendern für 2026 zu suchen, tauchten natürlich zuerst die beiden wohl größten Kalender dieser Art auf meinem Radar auf – sie liegen inzwischen auch in vielen Buchhandlungen auf dem Adventskalender-Tisch direkt nebeneinander: Der EXIT-Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos und der Mystery-Adventskalender „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger. Beide haben nahezu die gleiche Größe, beide locken mit einer Rätsel-Reise durch die Adventszeit, beide sehen auf ihre Art sehr spannend aus. Hier erst einmal die Basis-Fakten zu den beiden Kalendern. Die Angaben zu Spielzeit, Level (Schwierigkeit), Umfang der Story und Wiederverwendbarkeit beruhen dabei auf unseren eigenen Eindrücken.

DAS VERSTECKTE LEVELDER KLEINE TEELADEN
REIHEEXIT – Das SpielMystery Riddles
VERLAGKosmosRavensburger
TYPPappkalenderPappkalender
ALTERab 10 Jahrenab 10 Jahren
SPIELER1 bis 4 Personenab 1 Person
SPIELZEITtäglich 10 bis 20 Minutentäglich 5 bis 10 Minuten
LEVELmittel bis schwerleicht bis mittel
STORYumfangreichkurz und knapp
WEITERGABEunmöglichmöglich
PREIS29,99 Euro29,99 Euro
ERHÄLTLICHim Shop von Kosmosim Shop von Ravensburger

Wie soll man sich da entscheiden? Und welcher der beiden Kalender ist der bessere? Das habe ich mich auch gefragt – und dann fiel mir auf, dass ich seit ein paar Wochen einen Spieleblog habe. Also kaufte ich ganz einfach beide Kalender und beschloss, sie zu testen und direkt zu vergleichen. Der Kampf der Giganten: Ravensburger gegen Kosmos – wer hat in diesem Jahr den schöneren Escape-Room-Adventskalender produziert? Vergleichen lassen sich die Kalender in diesem Jahr recht gut, denn zumindest preislich liegen sie mit jeweils 29,99 Euro gleichauf. Wo bekommt man mehr für sein Geld, welcher Kalender ist weihnachtlicher und welcher spektakulärer?

Wir haben beide Kalender jeweils in einem Rutsch durchgespielt und uns stundenlang von Türchen zu Türchen gehangelt. In diesem Test werde ich die Kalender möglichst spoilerfrei in verschiedenen Bereichen unter die Lupe nehmen und analysieren, wo die Vor- und Nachteile liegen.

Ich werde in jedem Bereich von den Eigenarten jedes Kalenders berichten und anschließend ein kleines Fazit ziehen. Am Ende des Artikels lest ihr ein Gesamtfazit – hier verrate ich euch, welcher der beiden Kalender meiner Meinung nach in diesem Jahr das Rennen macht und was ich beim Spielen der beiden Adventskalender noch gelernt habe (hier könnt ihr direkt zum Gesamtfazit springen, wenn ihr es nicht so genau wissen wollt). Also: Rein in den großen Test Ravensburger gegen Kosmos: Welcher Adventskalender lohnt sich mehr?

Das Design des Kalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger.
Das Design des Kalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger erinnert an die nostalgischen Weihnachtsillustrationen von früher.

Thema und Story: Mal mehr und mal weniger weihnachtlich

„Das versteckte Level“: Der EXIT-Adventskalender von Kosmos dreht sich um einen alten Spielautomaten, ein Erbstück unseres Onkels. Wir finden die Maschine auf dem Dachboden, während wir eigentlich auf der Suche nach unseren Weihnachtskugeln sind. Plötzlich werden wir in den Automaten gesaugt. Um zu entkommen, müssen wir 24 Level des Computerspiels bestehen. Besonders spannend: Jedes Level – also jedes Türchen – führt in die Welt eines der Spiele aus der EXIT-Reihe. Ein absoluter Hammer für Fans der Escape-Room-Spiele! Das Weihnachtsthema tritt dafür – abgesehen von der Suche nach den Kugeln, die sich durch alle Level zieht – eher in den Hintergrund. Die begleitende Geschichte ist bei EXIT sehr umfangreich und wird über einen Story-Block mit einer Seite pro Tag erzählt. Es gibt also zum Spiel auch ordentlich Lesestoff.

„Der kleine Teeladen“: Im Mystery-Adventskalender von Ravensburger geht es um die Mäusefamilie Pieps, die in der Umgebung eines alten Teeladens lebt. Dieses Jahr wundern sich die Mäuse, weil die Adventszeit beginnt, aber noch kein Weihnachtsschmuck zu sehen ist. Deshalb kämpfen sie sich nach und nach durch die Räume rund um den Teeladen, um möglichst viel Weihnachtsschmuck zu finden. Die Story bei diesem Kalender ist weitaus weihnachtlicher und zieht sich von Anfang bis Ende durch. Die Mission bleibt also vom ersten bis zum letzten Türchen die Suche nach der Weihnachtsdeko. Erzählt wird die Geschichte allerdings nur über ein Intro auf der Packung und kleine Papp-Schnipsel mit jeweils ein paar Zeilen darüber, wo sich die Mäuse gerade befinden.

Fazit: Es fühlt sich an, als würden die Kalender rein thematisch ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Wer einen richtig weihnachtlichen Kalender ohne große Erzählung sucht, wird im Teeladen von Ravensburger eher Erfüllung finden. Die Story von „Das versteckte Level“ könnte vor allem EXIT-Fans abholen, man braucht aber auch etwas Zeit zum Lesen. Uns als EXIT-Fans hat die Reise durch die verschiedenen Welten sehr gut gefallen, auch wenn das Weihnachtsthema hier etwas auf der Strecke bleibt. Das Ende der Story war bei beiden Kalendern etwas unbefriedigend: Bei EXIT hat es sich angefühlt wie ein Fiebertraum – und bei Ravensburger hat uns die Auflösung gefehlt. Weil die Story mit dem letzten Türchen endet, muss man die Lösung des Rätsels im Hinweissystem nachschlagen – und die Geschichte schließt dann auch nicht wirklich ab.

Der Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos steht aufgebaut auf einem Tisch.
Aufgebaut ist der Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos ein echter Hingucker!

Aufmachung: Wie wirken die Kalender auf den ersten Blick?

„Der kleine Teeladen“: Der Mystery-Adventskalender von Ravensburger ist rund 50 Zentimeter mal 34 Zentimeter mal 5 Zentimeter groß. Der eigentliche Adventskalender steckt in einer Art Hülle aus Pappe, die vor dem Spielen abgezogen wird. Es handelt sich um einen klassischen Pappkalender mit 24 Türchen, der an der Rückseite eine Möglichkeit zur Aufhängung an zwei Nägeln bietet.

„Das versteckte Level“: Kosmos wählt beim EXIT-Adventskalender eine ganz andere Konstruktion. Der Adventskalender ist rund 33 Zentimeter mal 45 Zentimeter mal sechs Zentimeter groß. Die Oberseite des Kalenders lässt sich wie ein Deckel zu einer Seite aufklappen und wird dann aufgestellt. So bekommt der Kalender die Optik des Spielautomaten, um den es in der Geschichte geht. Ein echter Hingucker!

Fazit: Von der Größe her sind sich die beiden Kalender sehr ähnlich. Erst beim Aufstellen unterscheiden sie sich dann gewaltig. Der EXIT-Kalender punktet mit seiner wirklich tollen Aufmachung. Wer ihn aber dauerhaft so aufstellen will, braucht dafür Platz, während der Kalender von Ravensburger auch flach an der Wand hängen kann. Der bessere und coolere Hingucker ist aber definitiv der Kalender aus dem Hause Kosmos.

Blick in ein Türchen des Adventskalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger.
Die Geschichte des Adventskalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger führt die Spieler durch die unterschiedlichen Räume in und um den Teeladen.

Design: Welcher Adventskalender ist weihnachtlicher?

„Das versteckte Level“: Entsprechend dem Thema setzt der Kalender von EXIT eher auf ein cooles Design und auf klassische Computerspiel-Optik. Der Look des Spielautomaten ist hervorragend getroffen, das Design der Türchen mit pixeligen Grafiken erinnert an ein Konsolen-Display mit unterschiedlichen Spielprogrammen. Das Innere der Türchen ist dann entsprechend den Spielwelten vielseitig und sehr schön gestaltet. Weihnachtliche Elemente findet man hier, abgesehen von kleinen Details, allerdings nicht.

„Der kleine Teeladen“: Das weihnachtliche Thema des Mystery-Kalenders wird auch im Design gut umgesetzt. Der Kalender hat aufgrund der Illustrationen beinahe nostalgischen Charme und hat mich hier und da an ein altes Kinderbuch erinnert. Besonders gut gefallen hat mir, welche Schauplätze sich hinter den Türchen verstecken. Denn hier gelangt man nicht nur in Räume des Ladens, sondern besichtigt auch andere Objekte und Gegenstände, die sich im Kalendermotiv finden, von innen. Das ist wirklich sehr süß gemacht und hat in mir eine kindliche Lust am Entdecken geweckt und mich zum Strahlen gebracht.

Fazit: Beide Kalender-Designs sind auf ihre Art besonders – hier kann sich jeder nach Geschmack entscheiden. Es treten Coolness und nostalgisches Weihnachtsfeeling gegeneinander an. Weihnachtlicher ist auch hier definitiv der Kalender von Ravensburger. Wer allerdings etwas Moderneres, Neueres, Innovatives sucht, wird sicherlich eher Gefallen an der Spielekonsole finden.

Eine Decodiertafel aus dem Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos.
Die Lösungen werden beim Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos mithilfe einer Decodiertafel geprüft.

Spielprinzip: Wie funktionieren die Escape-Room-Adventskalender? 

„Das versteckte Level“: Die Reise beginnt bei Türchen 1, dem einzigen Türchen, das mit einer Zahl markiert ist. Jedes Rätsel im Kalender führt zu einem dreistelligen Zahlencode, der in einem Lösungs-Werkzeug auf drei Papierstreifen eingestellt werden muss. Dieses Tool verrät dann über Richtungsanweisungen den Weg zum Türchen des Folgetages. Die Rätsel werden mithilfe von kleinen Rätselkarten und anderen Elementen aus den Türchen gelöst, außerdem finden sich oft Bestandteile im Story-Block auf dem Blatt des entsprechenden Tages. Hinweise und Lösungen hält ein separater Hilfe-Block bereit. Die Spielzeit der einzelnen Türchen ist sehr unterschiedlich – wir haben für „Das versteckte Level“ insgesamt etwa fünf Stunden gebraucht.

„Der kleine Teeladen“: Der Ravensburger-Kalender folgt einem ähnlichen Prinzip. Nach dem Start an einem vorgegebenen Türchen geht es von Tür zu Tür. Die Führung zum jeweils nächsten Türchen passiert dabei auf sehr unterschiedlichen Wegen – etwa über Richtungsanweisungen, Bildelemente des Kalendermotivs oder eine Navigation über Reihe und Spalte der Türchen. Alle benötigten Rätselelemente befinden sich im jeweiligen Türchen. Hinweise und Lösungen stehen auf der Rückseite des Kalenders und können durch einen Rot-Filter sichtbar gemacht werden.

Fazit: Die grundsätzliche Mechanik – die Reise von Türchen zu Türchen – ist bei beiden Kalendern recht ähnlich. Der Ravensburger-Kalender setzt auf etwas vielseitigere Wege der Navigation. Der EXIT-Kalender „Das versteckte Level“ hat dafür eine insgesamt etwas komplexere Spielmechanik, die sich hervorragend in das EXIT-Universum einfügt.

Mehrere kleine Karten mit Bildern von Kräutern liegen auf dem Adventskalender „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger.
Die Requisiten des Kalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger passen zum Setting der Geschichte.

Qualität und Verarbeitung: Welcher Adventskalender ist hochwertiger? 

„Das versteckte Level“: Die Qualität des Kalenders ist außergewöhnlich. Sowohl am Spielmaterial in den Türchen als auch an der Gestaltung der Verpackung gibt es nichts zu bemängeln. Toll fanden wir, dass sich die Türchen sehr leicht öffnen lassen – die Stanzung ist so gemacht, dass die Pappe nur noch an einzelnen Punkten zusammenhängt. Man kann die Türchen also auch öffnen, ohne dass die Pappe reißt.

„Der kleine Teeladen“: Die einzelnen Rätselelemente sind schön gestaltet, die kleinen Pappkarten mit den eigentlichen Rätseln sind aber auf perforierte Streifen gedruckt und müssen erst auseinandergerissen werden, wodurch sie hässliche Kanten bekommen. Da ist die Verarbeitung in Form der kleinen Kärtchen bei Kosmos sauberer. Sehr gestört hat uns, dass sich die Türchen schwer öffnen lassen und mehrfach zerrissen sind, weil die Perforationslinien nicht gut gemacht sind.

Fazit: Beide Kalender waren grundsätzlich in Ordnung, Kosmos hat hier aber definitiv die Nase vorn – schon, weil das Gefühl beim Öffnen der Türchen besser ist. Beim Kalender von Ravensburger besteht hier zumindest die Gefahr, dass er je nach Motorik des Benutzers nach einigen Tagen schon etwas zerfleddert aussieht.

Ein eingerissenes Türchen am Adventskalender „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger.
Die Perforation der Türchen von „Der kleine Teeladen“ ist etwas schwergängig. Schnell kann es passieren, dass die Pappe des Kalenders beim Öffnen einreißt.

Rätsel und Schwierigkeit: Welcher Adventskalender fordert mehr? 

„Das versteckte Level“: Die Rätsel bieten die Vielfalt der klassischen EXIT-Spiele – hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Man muss suchen, finden, zeichnen, basteln, richtig mit den einzelnen Requisiten hantieren und ganz viel kombinieren. Es gibt Aufgaben, die sich sofort lösen lassen, aber auch welche, bei denen man ordentlich grübeln muss. Die Angabe auf der Packung, dass der Kalender schon für Kinder ab 10 Jahren geeignet sein soll, finden wir zu niedrig angesetzt. Zumindest wir hätten als Zehnjährige von einigen Rätseln absolut keinen Plan gehabt. Es wirkte eher wie ein Kalender für Leute, die sich in der EXIT-Welt schon etwas auskennen.

„Der kleine Teeladen“: Auch hier kommen die Rätsel recht unterschiedlich daher und variieren im Schwierigkeitsgrad, stehen aber eher auf der leichteren Seite. Neben Rätseln, bei denen es ums Suchen und Finden geht, gibt es auch reichlich zum Kombinieren, Entdecken, Puzzeln und Basteln. Aufgefallen ist mir hier an einer Stelle eine Redundanz: Es gibt ein Rätsel-Prinzip, das im Kalender gleich an drei Stellen auftritt, sodass es sich anfühlt, als hätte der Kalender hinter drei Türchen gleiche Rätsel. Ich würde diesen Kalender eher als Modell für Spieler sehen, die noch nicht so viel Erfahrung mit Rätselspielen dieser Art haben.

Fazit: Beide Kalender bieten Abwechslung, jeder auf seine Art und Weise. „Der kleine Teeladen“ ist definitiv gut für Anfänger geeignet, während sich „Das versteckte Level“ schon wie ein Profi-Produkt angefühlt hat. Hier sind die Mechaniken der Rätsel noch ein ganzes Stück komplexer. Beide Kalender haben aber auch Gemeinsamkeiten, beispielsweise Rätsel, bei denen über verschiedene Türchen hinweg Dinge gesammelt werden müssen, aus denen sich dann eine Art Meta-Rätsel ergibt.

Mehrere Rätselkarten aus dem Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos liegen auf dem Kalender.
Im Adventskalender „Das versteckte Level“ stößt der Spieler auch auf die Rätselkarten, die man schon aus den EXIT-Spielen kennt.

Überraschungen: Welcher Adventskalender hat die besseren Effekte?

„Das versteckte Level“: Wir alle lieben EXIT für die Art, wie wir als Spieler immer wieder überrascht werden – und diesbezüglich ist „Das versteckte Level“ ein absolutes Glanzstück. Manche Effekte, die hier passieren, kennen eingefleischte Fans bereits, aber auch vollkommen neue Twists findet man auf der Reise durch den Kalender. Wir wollen nicht spoilern, deshalb belassen wir es dabei: Der Kalender hat uns gleich an mehreren Stellen ehrlich zum Staunen gebracht und uns Dinge gezeigt, die wir noch nie in einem EXIT-Spiel gesehen haben. Wir haben danach noch lange darüber geredet.

„Der kleine Teeladen“: Der Kalender von Ravensburger umgeht das, was EXIT so stark macht, leider fast komplett. Es gibt zwar hier und da Rätsel, bei denen mehr zum Einsatz kommt als das, was sich im Türchen findet. Überraschungseffekte wie bei der Konkurrenz bleiben hier aber leider gänzlich aus. Niemand verlangt ein Feuerwerk, aber der große Karton-Kalender hätte sicherlich die eine oder andere Möglichkeit für Interaktion geboten.

Fazit: Es war sicherlich wenig überraschend, aber in diesem Bereich hat EXIT definitiv die Nase vorn. Wer einen ruhigen Advent will, greift hier zum Kalender von Ravensburger. Wer wissen will, was man noch so für Dinge mit einer scheinbar schnöden Pappschachtel anstellen kann, holt sich den Kalender von EXIT.

Blick in eines der Türchen am Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos.
Blick in eines der Türchen am Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos. Die Rätsel-Reise führt hier durch die unterschiedlichen Welten der EXIT-Spiele.

Extras und Wiederverwendbarkeit: Was bleibt nach Türchen 24? 

„Das versteckte Level“: Wer den Adventskalender bis zum Schluss spielt, bekommt am Ende eine kleine Überraschung, die im Rahmen der Story als Weihnachtsgeschenk deklariert wird. Eine sehr nette Geste! Wie bei EXIT üblich wird auch bei diesem Spiel auf eine Art und Weise mit dem Material umgegangen, durch die die Weitergabe oder der Weiterverkauf ausgeschlossen sind.

„Der kleine Teeladen“: Auch hier wartet im 24. Türchen eine kleine Überraschung, die aber auch einem Rätsel dient. Ob das als Geschenk gemeint ist, kann ich daher nicht sagen. Spannend bei „Der kleine Teeladen“: Wir sind pfleglich mit dem Material umgegangen und konnten den Kalender am Ende deshalb wieder so verpacken, wie er war. Ich werde ihn nach dem Test an eine Freundin weitergeben.

Zwei Rätselkarten des Adventskalenders „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger.
Die Rätselkarten aus dem Adventskalender „Der kleine Teeladen“ von Ravensburger sind auf Pappstreifen gedruckt und können auseinandergerissen werden.

Für wen eignet sich welcher Escape-Room-Adventskalender?

Mein Fazit nach dem Test: Wer ein Fan von EXIT ist, auf Überraschungen und Spezialeffekte steht, etwas Erfahrung beim Rätseln mitbringt, eine umfangreiche Story nicht als belastend empfindet und/oder nicht viel Wert auf ein durchweg weihnachtliches Thema legt, der sollte sich „Das versteckte Level“ holen. Wer allerdings noch nicht viel Rätsel-Erfahrung hat, unbedingt einen Kalender mit einem komplett weihnachtlichen Thema haben möchte, eine kürzere Spielzeit bevorzugt und eher einen klassischen, ruhigen Adventskalender ohne verrückte Überraschungen sucht, der kann auch mit „Der kleine Teeladen“ eine schöne und entspannte Weihnachtszeit verbringen.

Das Story-Buch von „Das versteckte Level“ von Kosmos liegt auf dem Adventskalender.
Im Adventskalender „Das versteckte Level“ von Kosmos wird der Spieler von einem Story-Buch durch die Geschichte geführt.

Mein Fazit: Welchen Adventskalender empfehle ich weiter?

Uns haben beide Kalender gefallen, jeder auf seine eigene Art und Weise. „Der kleine Teeladen“ hat für mich in Sachen Weihnachten die Nase vorn – die Illustrationen, die auch in den kleinen Räumen hinter den Türchen durchaus zu überraschen wissen, haben mein Herz höher schlagen lassen. Die Rätsel sind hier etwas leichter als bei EXIT, was für Anfänger gut ist, mich als Rätsel-Fan aber nicht ganz befriedigt hat. Als Gesamterlebnis hat aber für mich auch deshalb definitiv EXIT die Nase vorn. „Das versteckte Level“ bietet nicht nur eine spannende und ausgearbeitete Story, abwechslungsreiche und knifflige Aufgaben und jede Menge ziemlich coole Überraschungen und Spezialeffekte, sondern spricht auch das Herz von EXIT-Fans sehr, sehr deutlich an. Allein die Reise durch die unterschiedlichen Spielwelten der EXIT-Missionen und die Art, wie alles in der Geschichte miteinander verwoben wird, ist ein Highlight.

Wir waren traurig, als wir mit dem Kalender durch waren – und würden die Erfahrung in einem Satz zusammenfassen: DIESER KALENDER ist das Jubiläumsprodukt, mit dem Fans den 10. Geburtstag der Reihe feiern können. Nachdem das eigentliche Jubiläumsspiel „Der perfekte Einbruch“ unsere Erwartungen nicht so richtig erfüllen konnte, haben wir mit „Das versteckte Level“ ein Spiel gefunden, das uns rundum begeistert hat und das aus unserer Sicht jeder EXIT-Fan spielen sollte, ob nun gerade Weihnachten ist oder nicht.

Was ich noch gelernt habe: Adventskalender auch so spielen

Beide Adventskalender haben uns sehr viel Spaß gemacht – und das, obwohl noch gar nicht Weihnachten ist. Ich hätte nicht gedacht, dass die Kalender auch für einen normalen Spieleabend so gut funktionieren. Es gibt aus den vergangenen Jahren noch Kalender beider Marken, die wir noch nicht gespielt haben. Wir werden uns diese deshalb definitiv im Rahmen von Spieleabenden irgendwann anschauen und sie einfach so zwischendurch spielen. Vielleicht nicht gerade im Hochsommer bei 40 Grad – aber die kühle Jahreszeit ist ja lang genug. Und einen Glühwein dazu kann man schließlich im besten Fall von Oktober bis März trinken.

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