Herzlich willkommen bei Puzzle Hamster, einem neuen Blog für alle, die Escape Rooms lieben, Rätselspiele spielen und dabei auch gern über den Tellerrand hinausblicken wollen. Hier verrate ich euch ein paar Dinge über meinen Weg in die Welt der Rätselspiele und erkläre, warum ich beschlossen habe, diesen kleinen, neuen Blog ins Leben zu rufen. Ich freue mich sehr, dass ihr hier seid!
Deutschland ist ein Rätselland, in dem Escape Rooms boomen, in dem „EXIT“ von Kosmos zu einer der erfolgreichsten Brettspielreihen der vergangenen Jahre werden konnte und in dem Millionen Menschen regelmäßig Kreuzworträtsel und Sudokus lösen. Doch in der großen, weiten Welt der Puzzle Games gibt es noch viel mehr zu entdecken! Dieser Blog soll euch einen Einblick in meine Sammlung englischsprachiger Rätselspiele geben, aber auch deutsche Spiele vorstellen. Hier findet ihr Reviews, Tipps für euer Abenteuer am Wohnzimmertisch und Puzzle-Content für alle, die sich genauso gern mit Escape-Room-Spielen, Krimispielen und Rätselspielen beschäftigen wie ich. Herzlich willkommen, Rätselfreunde!
Die Anfänge: Meine Reise in die Welt der Rätselspiele
Mein Name ist Florian, ich bin aktuell 36 Jahre alt, lebe in Berlin, arbeite hauptberuflich als Autor für eine Tageszeitung und bin seit Jahren Fan von Rätseln – allerdings nicht so, wie es die meisten beim Begriff „Rätsel“ in Deutschland vielleicht vermuten würden. Ich konnte Kreuzworträtseln, Sudokus und Co. nie sonderlich viel abgewinnen. Stattdessen habe ich mich schon immer für Puzzles interessiert, bei denen es unter anderem darum geht, versteckte Botschaften zu finden, Codes zu knacken und Geheimnisse zu lüften.
2014 fand ich meinen Weg in die Welt des Geocachings. Bei dieser riesigen Schnitzeljagd müssen ebenfalls viele Rätsel gelöst werden, um die Koordinaten versteckter Schätze überall auf der Welt herauszufinden. Kurze Zeit später schwappte die Escape-Room-Welle nach Deutschland. Ich liebe diesen Freizeittrend und weiß nicht, wie viel mir entgangen wäre, wenn ich nicht zufällig über eine Werbepostkarte von „The Room“ in Berlin gestolpert wäre. Nach meinem ersten Abenteuer „Go West“ ließ ich mich regelmäßig mit Freunden in Escape Rooms einsperren – zunächst in Berlin, später auch in anderen Städten Deutschlands und im Ausland.


Zeitgleich kamen die ersten Brettspiele auf den Markt, die das Gefühl eines Escape Rooms auf den Wohnzimmertisch bringen sollten. Wir versanken in den Welten von „EXIT“ von Kosmos, lüfteten die Geheimnisse der Spiele von Noris und ThinkFun und probierten auch die ersten Krimispiele aus, die auf den Markt kamen. Wir veranstalteten Spieleabende mit Freunden und widmeten uns einem Rätselabenteuer nach dem anderen. Und wir genossen jedes einzelne! Parallel zum Boom der Escape Rooms war ein für mich völlig neues Brettspielgenre entstanden. Welche Welt ich in diesem Bereich noch entdecken sollte, konnte ich damals nicht erahnen.
Blick über den Tellerrand: Welcome to the World of Puzzles!
Während der Corona-Pandemie hörte ich auch Podcasts über Escape Rooms, denn gemeinsames Spielen war damals kaum möglich. In einem Interview mit dem Schauspieler Neil Patrick Harris aus „How I Met Your Mother“ erwähnte er eine Firma namens Mysterious Package Company aus Kanada. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, das besonders realistische Rätselabenteuer verschickt, bei denen man anhand täuschend echter Dokumente und Artefakte eine Geschichte entdeckt. Das wollte ich ausprobieren!
Ich bestellte die Gruselgeschichte „The Buried Puppet“. Wochen später kam eine zugenagelte Holzkiste bei mir an, die aussah, als sei sie gerade irgendwo ausgegraben worden. Darin fand ich eine etwas furchteinflößende Handpuppe, einen Bibliotheksausweis, einen Asthma-Inhalator und das handgeschriebene Tagebuch eines verschwundenen Jungen. Ich schaute mir die Unterlagen an und war fasziniert von diesem Rätselspiel, denn so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Die filmreifen Requisiten, die Liebe zum Detail und die Tatsache, dass alles so unglaublich echt wirkte, sorgten dafür, dass ich mehr darüber wissen wollte.

Auf Facebook machte ich mich auf die Suche nach Diskussionen über das Spiel – und fand die grandiose Gruppe „Puzzle People“. Ein Zusammenschluss von Menschen aus der ganzen Welt, die sich über hauptsächlich englischsprachige Rätselspiele austauschen. Denn mit dem Boom der Escape Rooms entstanden auch in Großbritannien, den USA und Kanada zahlreiche Firmen, die solche Puzzle Games für zu Hause herstellen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo vor allem Spiele „von der Stange“ bekannt sind – also Titel großer Unternehmen, was ich keineswegs negativ meine –, besitzt vieles dort einen gewissen Manufakturcharakter. Es gibt ganz unterschiedliche Ansätze und etliche kleinere Unternehmen, die herausragende Spiele entwickeln, die man in Deutschland kaum kennt.
Immer mehr Rätselspiele: Ein Hobby ufert aus
Die Entscheidung, der Facebook-Gruppe beizutreten, hat meine Welt verändert. Sie war sehr gut, weil sie meine Freizeit in den vergangenen Jahren enorm bereichert hat. Gleichzeitig war sie allerdings ziemlich schlecht – für mein Konto! Denn als ich diese völlig andere Welt der Rätselspiele entdeckte und plötzlich etliche Titel sah, von denen ich in Deutschland noch nie gehört hatte, gab es für mich kein Halten mehr. Ich jagte den Spielen hinterher, kaufte sie gebraucht von Leuten, die sie nach dem Spielen wieder loswerden wollten, begann, neue Projekte über Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter mitzufinanzieren, und wünschte mir Spiele zu Weihnachten und zum Geburtstag.

Ich bin vermutlich einer von wenigen Männern in den Dreißigern in meinem Umfeld, die zu ausnahmslos jedem Fest Spielzeug geschenkt bekommen. Nach und nach wurde die Sammlung größer und größer. Wie viele englischsprachige Rätselspiele ich besitze, kann ich aktuell gar nicht genau sagen. Ich führe zwar eine Excel-Liste, doch die ist in einigen Punkten leider nicht ganz aktuell. Immer wieder finde ich beim Aufräumen Spiele, die ich noch gar nicht katalogisiert habe. Deshalb kann ich nur grob schätzen, dass es inzwischen etwa 300 bis 350 Titel sein dürften. Und da sind die Spiele aus Deutschland, die ich natürlich ebenfalls sehr gern spiele und liebe, noch gar nicht eingerechnet. In der großen, weiten Welt der Rätselspiele gibt es noch so viel mehr. Ich bin noch lange nicht am Ende der Puzzle-Welt angekommen.
Englischsprachige Puzzle Games: Warum kennt das niemand?
Je größer meine Sammlung in den vergangenen Jahren wurde, desto drängender wurde auch eine Frage: Warum kennt niemand all diese tollen Spiele? Ich spiele die meisten Rätselspiele allein und habe deshalb immer wieder nach Menschen in Deutschland gesucht, mit denen ich mich darüber austauschen kann. Inzwischen kenne ich einen Puzzle-Fan aus dem Süden, mit dem ich auch Spiele tausche – Grüße gehen raus! –, und habe zumindest von einer Spielerin gehört, die ebenfalls die englischsprachige Welt der Rätselspiele kennt. Das ist alles!
Im deutschsprachigen Internet finde ich wenig bis gar nichts über die jeweiligen Spiele. Einmal schrieb mir ein Entwickler sogar einen kleinen Brief, nachdem ich sein Escape-Room-Spiel aus Kanada bestellt hatte. „Du bist jetzt der einzige in deinem ganzen Land, der dieses Spiel besitzt“, stand auf einem Zettel. Aber warum ist das so? Haben wir in Deutschland keine Rätselfans? Doch! Gibt es keine Community für Escape-Room-Spiele? Doch! Spricht hier niemand Englisch? Doch!

Warum Puzzle Hamster? Mein Weg zum Spiele-Blog
Immer stärker wurde die Idee, meine Leidenschaft für diese Spiele mit anderen zu teilen. Brettspiel-Blogs gibt es einige, doch das Genre der Rätselspiele wird dort häufig nur am Rand behandelt. Also startete ich Puzzle Hamster – einen Blog, mit dem ich meine Liebe zu Rätselspielen auch anderen zugänglich machen möchte. Denn es muss in einem Land mit mehr als 80 Millionen Menschen doch Leute geben, die diese Spiele genauso lieben wie ich!
Hier sollen Reviews erscheinen und Tipps für tolle Spiele aus dem Ausland, aber auch für deutschsprachige Titel, die vielleicht nicht ganz so bekannt sind wie die großen Spiele, die sich inzwischen in fast jeder Drogeriefiliale im Spielzeugregal finden. Das Besondere für mich ist: Ich sammele seit fünf Jahren und sitze inmitten von Spielen, habe für diesen neuen Blog nun also richtig viel aufzuarbeiten! Ich werde versuchen, Neuerscheinungen und ältere Titel zu mischen. Außerdem möchte ich – so ist es zumindest geplant – Artikel über Rätselthemen schreiben, die mich besonders faszinieren, und vielleicht hier und da ein kleines Interview mit einem Spieleentwickler führen.
Puzzle Hamster ist für alle, die ein kleines Abenteuer suchen
Auch Outdoor-Spiele, die wir vor allem in der warmen Jahreszeit gern spielen, werde ich euch hier zeigen. Bestimmt wird es gelegentlich auch um klassische Escape Rooms gehen – aber vermutlich nur am Rande. Puzzle Hamster soll euch vor allem in meine Sammlung von Rätselspielen entführen und euch hoffentlich die eine oder andere Inspiration geben, selbst einmal über den Tellerrand hinauszublicken.
Dieser Blog ist für alle, die sich gern am eigenen Wohnzimmertisch auf ein Abenteuer begeben – und noch mehr Spiele aus der großen, weiten Welt kennenlernen möchten. Wichtig ist mir dabei: Es handelt sich um einen Hobby-Blog, der auf meinen persönlichen Erfahrungen basiert. Ich bewerte die Spiele anhand eines eigenen Bewertungssystems, doch mein Urteil ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Wie jeder Einzelne ein Spiel empfindet, hängt vom persönlichen Geschmack ab.
Nicht zuletzt hoffe ich, über diesen Blog auch Kontakt zu anderen Rätselfans knüpfen zu können. Wenn es euch da draußen gibt, meldet euch per Mail unter hallo@puzzle-hamster.de oder über das Kontaktformular. Ich freue mich immer über den Austausch mit anderen Rätsel-Junkies!

Zum Abschluss: Warum eigentlich Puzzle Hamster?
Jeder, der einen Blog startet, stellt sich irgendwann die Frage, wie das Kind heißen soll. Bei mir wurde recht schnell klar, dass es „Puzzle Hamster“ werden würde. Aber warum? Ganz einfach: Weil ich ein Puzzle-Hamster bin! Wie viele andere Sammler liebe ich es, wenn meine Regale gut gefüllt sind. Ich mag das Gefühl, jederzeit zwischen Abenteuer, Grusel, Krimi und Komödie auswählen zu können – und mitten in einer Welt aus Rätselspielen zu leben. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Ich habe längst nicht alles in meiner Sammlung gespielt. Dafür ist im Alltag leider oft viel zu wenig Zeit. Wie ein Hamster sammle ich also Spiele, doch nur einen Teil davon konnte ich in meiner Liste bereits als „erledigt“ abhaken.
Und das finde ich gar nicht schlimm. Im Gegenteil: Vor mir liegt noch immer eine riesige Welt voller Rätsel, und ich freue mich enorm darauf, jedes einzelne Spiel zu entdecken, wenn der richtige Moment dafür gekommen ist. Das beste Beispiel ist übrigens „The Buried Puppet“ von der Mysterious Package Company – das Spiel, mit dem alles begann. Etliche Male habe ich es ausgepackt, die Requisiten bestaunt und durch das Tagebuch des verschwundenen Jungen geblättert. Gespielt habe ich es allerdings bis heute nicht. So sind sie eben, die Hamster. Sie lieben ihre Vorräte, aber manche davon liegen lange im Bau, bis sie irgendwann gefuttert werden. Willkommen auf meinem Blog!