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Das Spiel „Madoks Lost Treasure“ liegt an einem Strand, im Hintergrund ist ein Piratenschiff zu sehen.

„Madok’s Lost Treasure“: Faszinierendes Abenteuer in der Welt der Piraten

„Madok’s Lost Treasure“ ist eines von vier Spielen der Society of Curiosities. In dem großen Abenteuer, das in der Welt der Piraten spielt, begeben sich die Spieler auf die Suche nach dem Schatz eines Kapitäns, der vor vielen Jahren mit seinem Schiff verschwunden ist. In diesem Test lest ihr, ob es sich lohnt, mit der Society in See zu stechen.


Rätselspiele und Escape Rooms machen dann am meisten Spaß, wenn sie uns helfen, in völlig fremde Welten abzutauchen – „Immersion“ ist seit Jahren ein echter Trendbegriff. Doch nur wenige Firmen schaffen es, Spiele zu kreieren, bei denen man vergisst, dass alles nur ein Spiel ist. „Madok’s Lost Treasure“ von der amerikanischen Society of Curiosities gehört zu den Abenteuern, bei denen man zwischendurch auch mal sprachlos am Tisch sitzt. Denn die Welt, die sich öffnet, scheint hier immer größer zu werden und die Grenzen zwischen Spiel und Realität verwischen nach und nach. Ich habe das Piraten-Abenteuer schon 2023 zum ersten Mal gespielt und für diesen Artikel jetzt einen zweiten Versuch gewagt. Lest hier, was „Madok’s Lost Treasure“ von der Society of Curiosities so unvergesslich macht.

Story: Rätselreise auf der Spur von Kapitän Edus Madok

Die Society of Curiosities ist eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Mysterien der Erde zu entschlüsseln. Dafür beschäftigt sie Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt. Der Spieler schlüpft in genau diese Rolle und bekommt von Großmeisterin Aldora Pennywig Unterlagen zu einem verschollenen Schatz zur Verfügung gestellt. Kapitän Edus Madok und sein sagenumwobenes Schiff, die Bonancre, sind im frühen 18. Jahrhundert in der Karibik verschwunden. Doch den Schatz soll es noch geben. Wo? Das muss der Spieler herausfinden – und startet mit einer Kontaktperson der Society of Curiosities in eine spannende Mission auf der Suche nach Madoks Schatz.

Blick in die Box von „Madoks Lost Treasure“. Mehrere geheimnisvolle Dokumente warten hier darauf, entschlüsselt zu werden.
Feines Seidenpapier, hochwertiges Material: Wer die recht schnöde Pappschachtel von „Madoks Lost Treasure“ geöffnet hat, taucht sofort in die Geschichte des Spiels ab.

Spielmechanik: Perfekte Kombination aus Material und Online-Chat

„Madok’s Lost Treasure“ wird in Form einer Pappschachtel geliefert, die eine Einführung und das Spielmaterial enthält. Das Herz des Spiels befindet sich auf der Website der Society of Curiosities. Dort findet sich ein Kommunikationssystem, über das man mit Kapitän Steiner spricht, unserer Kontaktperson in der Karibik. Während wir am Schreibtisch versuchen, die Rätsel der mysteriösen Dokumente zu entschlüsseln, forscht er draußen im Feld. Unsere Lösungen helfen ihm, an die richtigen Orte zu gelangen. Das, was er dort findet, schickt er an uns, damit wir weiteren Geheimnissen auf die Spur kommen können. Es handelt sich natürlich um einen Chatbot. Aber: Ich hatte schon nach kurzer Zeit vergessen, dass ich nicht mit einer echten Person verbunden bin, denn die Gespräche mit Steiner funktionierten tadellos.

Das Chat-System liefert den kompletten roten Faden des Spiels. Hier erfahren wir, was als Nächstes zu tun ist und welche Informationen Kapitän Steiner gerade dringend benötigt. Außerdem können Hinweise und Lösungen abgerufen werden, wenn die Spieler nicht weiterkommen. Im Laufe des Spiels bietet das Chat-System weitere Funktionen und Überraschungen, über die ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Online-Komponenten, die nach und nach auftauchen und das physische Spielmaterial sinnvoll ergänzen.

Mehrere alte Schatzkarten aus dem Spiel „Madoks Lost Treasure“ liegen auf einem Tisch.
Natürlich spielen im Piratenabenteuer „Madoks Lost Treasure“ auch Schatzkarten eine wichtige Rolle. Welche Geheimnisse sie bergen, müssen die Spieler selbst herausfinden.

Material: Alte Dokumente der Piraten wirken täuschend echt

Beginnen wir mit dem physischen Spielmaterial in der Box – das ist einfach unglaublich. Die einzelnen Unterlagen, die uns die Society of Curiosities für unsere Forschungen zur Verfügung stellt, sind nicht nur perfekt gestaltet, sondern bis ins kleinste Detail überzeugend. Und ich habe einen Faible für genau solche Details – auch deshalb hat mir das Spiel so gut gefallen. Schriftstücke von Kapitän Edus Madok wurden offensichtlich in Handarbeit künstlich auf alt getrimmt und mit Wachssiegeln versehen, sodass ich das Gefühl hatte, echte Dokumente aus der Welt der Piraten in den Händen zu halten. Und das ist nur ein Beispiel. Dem Spiel liegt außerdem eine alte Goldmünze bei, die die Experten der Society of Curiosities bei einer Expedition nach Frankreich gefunden haben.

Auch bei den Online-Komponenten überzeugt das Spiel auf ganzer Linie. Der Chat ist so programmiert, dass man das Gefühl hat, tatsächlich mit einer Kontaktperson der Society verbunden zu sein. Und auch die anderen Komponenten, die man im Laufe des Spiels erhält – unter anderem von Kapitän Steiner –, ergänzen das Spiel tadellos und passen perfekt ins jeweilige Setting. „Madok’s Lost Treasure“ gehört dabei zu jenen Spielen, für die die Formulierung „Pack small, play big“ erfunden wurde. Denn obwohl sich in der relativ schlicht aussehenden Schachtel nicht viel Material befindet, öffnet sich im Laufe der Spielzeit eine immer größere Welt.

Rätsel: „Madoks Lost Treasure“ fühlt sich nicht mehr an wie ein Spiel

Gerade bei historisch anmutenden Szenarien wie einer Piratengeschichte können die Rätsel leicht dafür sorgen, dass die Immersion bricht. Hier liefert die Society of Curiosities jedoch einfach ab. Jede einzelne Aufgabe fügt sich für mein Gefühl perfekt in das Setting ein. Es gibt unter anderem klassische Entschlüsselungsaufgaben, wie man sie bei einer Piraten-Schatzsuche erwarten würde, und selbstverständlich wird mit Schatzkarten gearbeitet. Noch dazu sind Aufgaben verbaut, bei denen man Kapitän Steiner bei seinem Außeneinsatz unterstützen muss und die sich aus dem Kontext der Geschichte heraus überhaupt nicht mehr wie Rätsel anfühlen.

Der Realismus ist das große Pfund von „Madok’s Lost Treasure“. Die Geschichte und das, was man hier erlebt, sind einfach bezaubernd. Alles fügt sich so perfekt zusammen, dass man zwischendurch das Gefühl dafür verliert, dass es sich um ein Spiel handelt. Es gibt einen Moment, in dem ich mich gefragt habe, ob das, was ich gerade mache, überhaupt noch richtig und erlaubt ist. Oder ob ich dabei bin, etwas Verbotenes zu tun. Selten geben mir Spiele das Gefühl, dass das Abenteuer, in dem ich stecke, tatsächlich echt sein könnte. Genau das macht „Madok’s Lost Treasure“ für mich zu einem Kunstwerk und zu einem echten Highlight unter den Escape-Room-Spielen.

Mehrere Bestandteile des Spiels "Madoks Lost Treasure" liegen auf einem Tisch, darunter ein Brief und eine Münze.
Das Briefing im Spiel „Madok’s Lost Treasure“ kommt von Aldora Pennywig von der Society of Curiosities.

Fazit: „Madoks Lost Treasure“ muss jeder Rätsel-Fan gespielt haben

Seit ich „Madok’s Lost Treasure“ gespielt habe, schicke ich regelmäßig Stoßgebete zum Himmel. Das Spiel ist nämlich eines von vier Abenteuern der Reihe und ich hoffe, dass sich die Macher der Society of Curiosities bald wieder an die Werkbank setzen, um weitere zu entwickeln. Man möchte diese Welt gar nicht mehr verlassen, weil hier vom ersten Schreiben der Großmeisterin Aldora Pennywig bis zum Finale einfach alles stimmt. Material, Rätsel, Online-Komponenten: „Madok’s Lost Treasure“ ist ein Abenteuer, wie man es für meinen Geschmack kaum besser machen kann.

Einen Punkt muss ich leider trotzdem abziehen, denn trotz meiner Begeisterung muss und will ich ehrlich werten. Der Preis ist mit 49 US-Dollar zwar nicht extrem hoch, aber zumindest so hoch, dass ich glaube, nicht jeder möchte so viel für ein prinzipiell nur einmal spielbares Rätselspiel ausgeben. Bekommt man für den Preis sehr viel geboten? Ist er gerechtfertigt? Und ist „Madok’s Lost Treasure“ das Geld wert? Ja, ja und nochmals ja. Günstiger bekommt man eine Reise mit dem Segelschiff über den Ozean auf keinen Fall. Übrigens: „Madok’s Lost Treasure“ findet ihr auch in meiner aktuellen Top 5 der Rätselspiele, die einfach jeder spielen sollte.

Bewertung Puzzle Hamster Weltklasse

Ergänzende Anmerkungen zum Rätselspiel „Madok’s Lost Treasure“

„Madok’s Lost Treasure“ ist eines von vier physischen Abenteuern der Society of Curiosities. Zur Reihe gehören außerdem „The Posie Ring & The Chapbook“, „The Memory Stone“ und „The Last Masquerade“. Wer alle vier Spiele im Abo bestellt, zahlt nur 179 US-Dollar für das komplette Set, bekommt einen Fall pro Quartal zugeschickt und erhält zum sofortigen Spielen außerdem das Online-Spiel „Mysterious Map Heist“. Zusätzlich zu weiteren Online-Spielen bieten die Entwickler aus Hawaii auch die „Fairy Tale Files“ an, vier Krimis aus der Welt der Märchen.

Ein Funfact zum Schluss: Im Online-Chat der Society of Curiosities wird zu den unterschiedlichen Spielen auch Hintergrundmusik angeboten, die man beim Rätseln laufen lassen kann. Es handelt sich im Fall von „Madok’s Lost Treasure“ nicht um aufdringliche, cineastische Filmmusik à la „Fluch der Karibik“, sondern um ruhige Rätselmusik, die eine geheimnisvolle Stimmung schafft. Sie ist inzwischen zu meinem Standard-Soundtrack für Rätselspiele geworden und läuft jedes Mal, wenn ich eine neue Box öffne, ganz egal, von welchem Hersteller sie stammt.

Für wen ist das das Rätselspiel „Madok’s Lost Treasure“ geeignet?

  • Fans von „Fluch der Karibik“ und „Die Schatzinsel“.
  • Spieler, die realistische Dokumente und Requisiten mögen.
  • Rätsel-Fans, die es lieben, wenn Realität und Fiktion verschwimmen.
  • Erfahrene Escape-Room-Fans, aber auch Anfänger des Genres.
  • Nicht geeignet für alle, die ausschließlich analoge Rätselspiele bevorzugen.
Das Spiel „Madoks Lost Treasure“ liegt an einem Strand, im Hintergrund ist ein Piratenschiff zu sehen.

Bewertung und Infos zu
„Madok’s Lost Treasure“

Titel: Madok’s Lost Treasure
Anbieter: Society of Curiosities, USA
Genre: Abenteuer
Sprache: Englisch
Spieldauer: 90 bis 150 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler
Preis: 49 US-Dollar (rund 43 Euro)
Erhältlich bei der Society of Curiosities
Gesamtwertung: 4,9 von 5 Sterne
Urteil: Weltklasse!

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