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„Box One“ von Theory11 und Neil Patrick Harris steht auf dem Tresen eines skurrilen Spielwarenladens.

„Box One“ von Theory11 und Neil Patrick Harris: Dieses Rätselspiel ist legendär!

Als vor ein paar Jahren das Spiel „Box One“ erschien, löste es in der Rätsel-Community einen regelrechten Hype aus. Das unglaublich hochwertig produzierte Abenteuer, das dank zahlreicher Überraschungen manchmal wie eine kleine Zaubershow wirkt, hat viele aus den Socken gehauen. Lest hier, was das Meisterwerk in der Spieleschachtel so besonders macht.


Er spielte in der Comedy-Serie „How I Met Your Mother“ die Figur des Barney Stinson. Er stand für Filme wie „Downsizing“ und „The Matrix Resurrections“ vor der Kamera. Und er bekam einen Tony Award für seine Auftritte als Hedwig im Broadway-Musical „Hedwig and the Angry Inch“. Doch Schauspiel-Star Neil Patrick Harris hat noch eine andere Rolle: Er ist einer der großen Helden und Unterstützer der englischsprachigen Rätselspiel-Szene. Mit einem der im Genre wohl berühmtesten Spiele der vergangenen Jahre hat er genau das zementiert: 2020 brachte er gemeinsam mit dem Unternehmen Theory11 „Box One“ auf den Markt – ein Spiel für eine Person. Lest hier, warum das Rätselspiel innerhalb kurzer Zeit so bekannt wurde – und warum dieser Spiele-Test trotzdem unfassbar schwierig ist.

Story: Niemand weiß, wann dieses Spiel eine Wendung nimmt

Es handelt sich bei „Box One“ um ein Quizspiel, das sich hauptsächlich um einen Stapel Karten mit Fragen, Rätseln und verschiedenen Aufgaben dreht. Neil Patrick Harris selbst ist es, der den Spieler als eine Art unsichtbarer Gamemaster durch das Spiel führt – schließlich hat er es entwickelt. Und wo ist nun die Story? Die zeigt sich erst nach einiger Zeit. Genau das macht das Verfassen dieses Artikels so schwer, denn jedes Wort wäre eigentlich schon eines zu viel. Deshalb möchte ich hier nur einen Satz wiedergeben, der sich auf dem Begrüßungsblatt in der Spielschachtel findet: „Befolge jede Anweisung genau und halte die Augen offen – man weiß nie, wann dieses Spiel eine Wendung nehmen könnte.“

Spielmechanik: Ein große Schachtel voller Rätsel

Der Spieler arbeitet sich unter Einhaltung aller Anweisungen, die das Spiel gibt, nach und nach durch den Kartenstapel („Challenge Cards“), löst die einzelnen Rätsel und beantwortet die Fragen. Die Antworten werden auf einem beiliegenden Notizblock notiert. Im Laufe des Spiels beziehen sich Antworten aufeinander, und bereits herausgefundene Lösungen müssen genutzt werden, um spätere Rätsel zu lösen. Die Mechanik hat mich zeitweise etwas an die Rätselbücher aus der Reihe „Journal 29“ erinnert, die in Deutschland auch als Teil der Marke „EXIT“ auf den Markt kamen. Von dem, was im Laufe von „Box One“ noch kommt, hatte zumindest ich beim ersten Durchlauf allerdings keinerlei Vorstellung.

Material: Ein sehr kleiner Kartenstapel in einer sehr großen Box

Das Material von „Box One“ ist eine der vielen großen Stärken dieses Spiels – und leider zugleich eine seiner größten Schwächen. Die Gestaltung, die Umsetzung der einzelnen Komponenten und ihre Qualität sind außergewöhnlich. Das Verpackungsdesign hätte einen Qualitäts-Oscar verdient: Noch nie habe ich ein derart schönes Spiel in den Händen gehalten! Dahinter steckt Theory11, ein Unternehmen, das von einem Zauberkünstler gegründet wurde. Dort werden vor allem Spielkarten und Zauberkunststücke hergestellt. Auch in der Zauberszene ist Theory11 für die außergewöhnliche Qualität der Produkte bekannt.

Ein Blick in die geöffnete Spielebox von „Box One“. Zu sehen sind eine kleine Schachtel mit Karten, ein schwarzer Umschlag, ein Notizblock und ein Stift.
Viel scheint nicht drin zu sein im Spiel „Box One“. Doch schon zu Beginn wird klar: In diesem Rätselspiel erwartet die Spieler die eine oder andere Überraschung.

Das eigentliche Material von „Box One“ kommt zunächst recht übersichtlich daher: Ein Stapel Karten, ein Block, ein Stift und ein kleiner schwarzer Umschlag sind alles, was sich in der Schachtel befindet. Allerdings wird erfahrenen Escape-Room-Spielern schon auf den ersten Blick klar: Für diese vier Komponenten ist die Verpackung ganz schön groß. Der Verdacht, dass sich hier in Wirklichkeit noch mehr verbirgt, drängt sich also förmlich auf. „Box One“ steckt tatsächlich voller Überraschungen und bietet ein Spielerlebnis, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe.

Das birgt allerdings auch eine große Gefahr. Zu leicht stolpert man im Verlauf des Spiels über Dinge, über die man eigentlich noch gar nicht stolpern darf. Nicht umsonst ist die wichtigste Regel des Spiels, allen Anweisungen genau zu folgen. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, sich das Erlebnis selbst zu zerstören. Hier sollten erfahrene Spieler ihren Spürsinn also bewusst etwas zurückschrauben und sich exakt an die Vorgaben des Erfinders halten. Meine Empfehlung für alle, die „Box One“ spielen wollen, lautet also: Haltet euch zurück! Macht exakt das, was die Karten euch sagen.

Blick auf die Challenge Cards aus dem Spiel „Box One“.
In „Box One“ hangelt sich der Spieler durch einen ganzen Stapel sogenannter Challenge Cards. Sie beinhalten Aufgaben, Rätsel und noch viel mehr.

Rätsel: Eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Aufgaben

Die Rätsel bieten eine bunte Mischung unterschiedlichster Aufgaben. Während sich „Box One“ zunächst wie ein Quiz anfühlt, bei dem Allgemeinwissensfragen beantwortet, Codes geknackt und klassische Rätsel gelöst werden müssen, verändert sich der Charakter des Spiels im zweiten Drittel vollständig. „Box One“ nutzt sämtliche Möglichkeiten, die seine Komponenten bieten, um dem Spieler ein außergewöhnliches Abenteuer zu bereiten. Ob man als Fan von Rätselspielen eher klassische Rätsel mag, auf Riddles steht, gern mit merkwürdigen Objekten hantiert oder einfach das Feeling eines richtigen Escape Rooms haben möchte: Bei „Box One“ wird definitiv alle bedient.

Das Cover der Spielebox von „Box One“ von Neil Patrick Harris. Der Schauspieler scheint durch ein Schlüsselloch im Deckel der Schachtel zu schauen.
Na, wer guckt denn da aus der Schachtel? Spieler bekommen bei „Box One“ von Anfang an das Gefühl, vom bekannten Schauspieler Neil Patrick Harris begleitet zu werden.

Fazit: „Box One“ ist ein Must-Play für Fans von Rätselspielen

Der Bericht über „Box One“ mag an einigen Stellen etwas nichtssagend wirken – und das hat einen guten Grund: Jeder Satz über das, was die Spieler hier erwartet, wäre einer zu viel. „Box One“ ist ein herausragendes Abenteuer, das die Herzen von Rätsel-Fans auf der ganzen Welt im Sturm erobert hat. Es ist definitiv eines jener Spiele, die man kein zweites Mal spielen kann, denn hier reiht sich eine unvergessliche Überraschung an die nächste. Allerdings kann ich euch aus Erfahrung sagen: Es macht auch großen Spaß, Freunden das Spiel vorzusetzen, ihnen beim Spielen zuzuschauen und sich daran zu erfreuen, wie sie die Geheimnisse von „Box One“ nach und nach entdecken.

Neil Patrick Harris und Theory11 ist mit „Box One“ ein großer Wurf gelungen, den es in dieser Form kein zweites Mal gibt. Für mich ist das Spiel ein absolutes Must-Play für Fans von Rätselspielen und Escape Rooms. Teilweise fühlt sich „Box One“ tatsächlich wie eine Zaubershow an. Man wird von den Tricks überrascht, die es bereithält, und kann es kaum erwarten, die nächsten Illusionen zu erleben. Wichtig ist dabei aber wirklich Zurückhaltung. Während Escape-Room-Fans normalerweise wie kleine Trüffelschweine hinter jeden Vorhang schauen möchten, ist genau das hier der falsche Ansatz. Wer sich auf eigene Faust auf die Suche nach versteckten Türen macht, zerstört sich schnell selbst die großartige Illusion.

Ich empfehle außerdem, den Titel des Spiels wörtlich zu nehmen. „Box One“ ist ein Spiel für eine Person. So funktioniert das Konzept am besten, und das Erlebnis wirkt deutlich realistischer, als wenn man das Spiel gemeinsam mit einer Gruppe erlebt. Auch logistisch ist es allein besser spielbar. Der Grund: Im Spiel gibt es eine storybedingte Zwangspause von 24 Stunden. Die konnte ich beim Spielen zwar mit einem einfachen Kniff umgehen, praktisch rundet sie jedoch das realistische Gefühl und die Grundidee des Spiels perfekt ab. Übrigens: „Box One“ findet ihr auch in meiner aktuellen Top 5 der Rätselspiele, die einfach jeder spielen sollte.

Bewertung Puzzle Hamster Weltklasse 50

Ergänzende Anmerkungen: „Box One“ ist auch in Deutschland erhältlich

Inzwischen ist mit „Box Two“ auch ein weiterer Titel von Neil Patrick Harris und Theory11 erschienen, der mit einem ähnlichen, aber dennoch vollkommen anderen Konzept aufwartet. Während die Exklusivrechte für beide Spiele anfangs bei einem amerikanischen Kaufhauskonzern lagen, sind die Boxen inzwischen auch auf dem deutschen Markt gut erhältlich. Sogar manche Zauberläden, die die Spielkarten und Kunststücke von Theory11 verkaufen, haben das Spiel im Sortiment. Der Preis von 35 bis 50 Euro (je nach Anbieter) ist für ein Abenteuer dieses Kalibers einfach unschlagbar. Hervorzuheben ist außerdem, dass das Spiel vollständig zurückgesetzt werden kann. Ein vorsichtiger Umgang mit den einzelnen Bestandteilen lohnt sich also auf jeden Fall.

Für wen ist das Rätselspiel „Box One“ geeignet?

  • Spieler, die auf unterschiedliche Rätsel und Escape-Room-Feeling stehen.
  • Rätsel-Fans, die eine Freude an hochwertigem Material haben.
  • Fans von „How I Met Your Mother“-Star Neil Patrick Harris.
  • Alle, die überraschende Wendungen und krasse Story-Twists lieben.
  • Nicht geeignet für Spieler, die ihre Neugier nicht unter Kontrolle haben.
Das Spiel „Box One“ steht auf dem Tresen in einem alten und sehr merkwürdigen Spielwarenladen, umgeben von zahlreichen seltsamen Objekten.

Bewertung und Infos zu
„Box One“

Titel: Box One
Anbieter: Theory11, Neil Patrick Harris
Genre: Abenteuer, Escape Room
Sprache: Englisch
Spieldauer: 90 bis 120 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Spielerzahl: 1
Preis: 34,95 US-Dollar (rund 30 Euro)
Erhältlich bei Theory11
Gesamtwertung: 5 von 5 Sterne
Urteil: Weltklasse!

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